Patricia Möckesch stellt zu ORGATEC eine gute Frage: Was passiert mit dem Arbeitsplatz, wenn Maschinen mehr und mehr übernehmen?
Ich würde die Frage einen Schritt weiterdrehen. Nicht nur der Raum verändert sich. Das Team selbst wird hybrid.
Menschen, KI-Agenten und zunehmend auch Roboter arbeiten nicht mehr nacheinander, sondern nebeneinander an derselben Aufgabe. Das erlebe ich nicht nur in der Theorie. ZKW hat Cobots eingesetzt, physische Roboter, die Seite an Seite mit Menschen an der Linie gearbeitet haben. Die Fragen, die dabei entstanden sind, waren dieselben wie heute mit KI-Agenten: Wer entscheidet was, wer vertraut wem, und was bleibt beim Menschen?
Die spannende Frage ist deshalb nicht mehr, was KI kann. Sondern was es braucht, damit diese Zusammenarbeit tatsächlich funktioniert.
Aus meiner Erfahrung sind es vor allem drei Dinge. Erstens klare Rollenverteilung: Wer entscheidet, wer ausführt, wer kontrolliert? Ohne diese Klarheit entsteht Reibung statt Produktivität. Zweitens Vertrauen durch Nachvollziehbarkeit: Menschen arbeiten nur dann gut mit KI zusammen, wenn sie verstehen, wie ein Ergebnis zustande kommt. Blackboxes erzeugen Skepsis, nicht Akzeptanz. Und drittens, was Patricia mit ihrem Bene Projekt zeigt: Wenn Maschinen organisieren und automatisieren, braucht der Mensch einen neuen, bewussten Grund, physisch zusammenzukommen. Zum Denken, zum Verbinden, zum gemeinsamen Ringen um Lösungen.
Genau an dieser Schnittstelle setze ich mit Tangible an. Die beste Idee ist die, die man erst beim Bauen entdeckt.